Sammlung

Gedichte

Wandelnde Worte in der Werkstatt meines Kopfes.
Manchmal ändert sich ein Ton, andermal die Melodie
– und manchmal entsteht ein neues Arrangement.

Am anderen Ende

Den Weg ohne Ausweg wir suchend genießen,
wo Momente die Blume der Ewigkeit gießen.
Ein Land, in dem die Stille neue Lieder birgt,
in dem das Wahre niemals zuwider wirkt. 

 

Einsame Orte, an denen Geister sich scheiden,
die sich hinter dem Walde finden und vereinen,  
erzählen Geschichten einer vergangenen Zukunft,
die uns wiederholend begrüßt und heimlich zuruft. 

 

Das Warten vergeht, wenn man nicht darin verweilt –
doch selbst die Sonnenblume, bei Tagesanbruch, zum Lichte eilt. 

 

Tritt ein

Werter Gast, ich freue mich!
Das Warten war ungeheuerlich. 

 

Ich heiße dich herzlich Willkommen,
fürs Erste hast du gewonnen. 

 

Doch ist es nicht die letzte Hürde:
eine Tür, aufgestoßen mit Würde. 

 

Nun lass uns endlich spielen,
die erste Runde von vielen. 

 

Mit jedem Zug kommen wir näher dem Ziel.
Du bist dran – doch erwarte nicht zu viel. 

 

Treibstoff

Tanke mein Fahrrad mit Kerosin

 

Fahre im Kreis nach Berlin

 

Das Reiseziel war Barcelona

 

Die Hauptstadt unbewohnbar

 

Erkenntnis kommt in Wellen-
Sittich schenkt mir Schall-
Platten-
Spieler
spulen
Wahres 

 

Spüre Fieber 

 

Der Blick spiegelt sich
im Innern
der Sonnenbrille
wider-
Stand: Jetzt. 

 

Nun wird im Kreisverkehr klar: 

 

Ich habe seit Monaten
die Ausfahrt
verpasst.