Collection

Poems

Wandering words in the workshop of my mind.
Sometimes a note changes, sometimes the melody
— and sometimes a new arrangement emerges.

Am anderen Ende

Den Weg ohne Ausweg wir suchend genießen,
wo Momente die Blume der Ewigkeit gießen.
Ein Land, in dem die Stille neue Lieder birgt,
in dem das Wahre niemals zuwider wirkt. 

 

Einsame Orte, an denen Geister sich scheiden,
die sich hinter dem Walde finden und vereinen,  
erzählen Geschichten einer vergangenen Zukunft,
die uns wiederholend begrüßt und heimlich zuruft. 

 

Das Warten vergeht, wenn man nicht darin verweilt –
doch selbst die Sonnenblume, bei Tagesanbruch, zum Lichte eilt. 

 

Treibstoff

Tanke mein Fahrrad mit Kerosin

 

Fahre im Kreis nach Berlin

 

Das Reiseziel war Barcelona

 

Die Hauptstadt unbewohnbar

 

Erkenntnis kommt in Wellen-
Sittich schenkt mir Schall-
Platten-
Spieler
spulen
Wahres 

 

Spüre Fieber 

 

Der Blick spiegelt sich
im Innern
der Sonnenbrille
wider-
Stand: Jetzt. 

 

Nun wird im Kreisverkehr klar: 

 

Ich habe seit Monaten
die Ausfahrt
verpasst. 

 

Hinter der Scheibe

Am Fenster sperren Stäbe bis zum Rande,
Der Blick nach draußen führt ins Unbekannte.
Es zirpen zarte Schreckensmelodien –
Sie singen.
Doch ich hörte, wie sie schrien. 

 

Am Fenster kleben lange graue Schlieren,
Die Herkunft lehrt, den Glauben zu verlieren.
Der Wind weht Watte zwischen Mond und Sterne,
Verbannt die Sicht in unerreichte Ferne. 

 

Am Fenster ist der Ausblick endlich frei –
Tiefschwarz der Einblick in die Innerei.